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Warntag 2020

Am 10. September 2020 heulen um 11 Uhr bundesweit alle Sirenen.

Auch die Warn-App Nina schlägt dann Alarm und Radio und Fernsehen unterbrechen ihre Sendungen. Auch die behördlichen Kanäle auf Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat sowie digitale Werbetafeln sollen Warnmeldungen ausgeben. Sogar Lautsprecherwagen kommen zum Einsatz.

 

Auch DAB+-Radios warnen

Digitalradio Büro Deutschland, die Interessensvertretung der Unterstützer von DAB+ in Deutschland, beschreibt die Teilnahme der DAB+-Radios am Warntag folgendermaßen: „Dazu werden alle Systeme eingesetzt, die am „Modularen Warnsystem“ (MoWaS) des Bundes angeschlossenen sind und zu denen auch Rundfunksender gehören. Dank Digitalradio DAB+ können mit Hilfe der vom Fraunhofer Institut entwickelten Emergency Warning Functionality (EWF) entsprechende Warnungen direkt an DAB+ Radiogeräte gesendet werden. EWF ist eine neue Form der barrierefreien Alarmierung innerhalb weniger Sekunden, die der digitale terrestrische Rundfunkstandard DAB+ bietet und im Ausnahmefall auch im Standby befindliche Radios einschalten kann. Zusätzlich zur Sprachdurchsage werden dabei mit EWF über DAB+ auch mehrsprachige Textinformationen übertragen.“

Und weiter: „Der Probe-Alarm soll sowohl über das Sendernetz des ersten nationalen Programmensembles, als auch über das private, landesweite DAB+ Netz Sachsen-Anhalts ausgestrahlt werden.“

Sie müssen deshalb aber nicht in Panik geraten: Denn der 10.9.2020 ist der erste bundesweite Warntag. Erstmals seit der Wiedervereinigung wird es dann einen bundesweiten Probealarm mit allen vorhandenen Warnmöglichkeiten geben. Das teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK bereits im Juni mit, doch nun ist eben bald soweit. Die Entwarnung folgt dann auf den gleichen Wegen um 11.20 Uhr.

Die Innenministerkonferenz hatte den bundesweiten Warntag beschlossen. Von 2020 an soll er jährlich wiederholt werden und zwar immer an jedem zweiten Donnerstag im September. Der Warntag soll dazu beitragen, „die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Notlagen zu erhöhen und damit deren Selbstschutzfertigkeiten zu stärken.“

Zur Warnung und zur Information der Bevölkerung nutzen Bund, Länder und Kommunen alle verfügbaren Kommunikationskanäle. So werden beispielsweise über das vom BBK betriebene Modulare Warnsystem und die Warn-App Nina Warnungen und Informationen der zuständigen Behörden, wie der Gesundheitsministerien des Bundes und der Länder, bereitgestellt. Bund und Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit kommunalen Vertretern gemeinsam vor.

Es gibt sogar eine eigene Webseite zum ersten bundesweiten Warntag.